Erstellungsdatum:

4.11.2026

354 Pflanzenarten im Solarpark

354 Pflanzenarten im Solarpark

Was im Solarpark lebt

Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) hat 2024 Solarparks in zehn Bundesländern und einen in Dänemark untersuchen lassen, von April bis September, in acht Artengruppen. Die vorläufigen Ergebnisse:

  • 354 Pflanzenarten in 22 Anlagen, darunter gefährdete Arten
  • 30 Heuschreckenarten in 23 Anlagen, rund ein Drittel der in Deutschland vorkommenden Arten
  • 34 Tagfalter- und Widderchenarten in 18 Anlagen
  • Feldlerche und Grauammer nutzen die Parks zunehmend zum Brüten

Warum das funktioniert

Unter und zwischen den Modulreihen liegen schattige, kühle und sonnige, warme Bereiche dicht nebeneinander. Gerade auf früheren Ackerflächen siedeln sich Insekten schnell an: Schon in Anlagen, die im Vorjahr fertig wurden, fanden die Gutachter mehrere hundert Heuschrecken auf wenigen Quadratmetern. Jede Anlage hat dabei ihre eigene Artenausstattung, deshalb braucht jede ihr eigenes Pflegekonzept.

Was einen Biodiversitäts-Solarpark ausmacht

Eine Biotopplanung von Anfang an, ein Mähkonzept oder Beweidung statt Pflug und ein Monitoring, das zeigt, was sich ansiedelt. So beschreibt es das Positionspapier des Kompetenzzentrums C.A.R.M.E.N. e.V. aus dem Jahr 2025.

Fläche und Wirkung

Eine Freiflächenanlage braucht rund 0,9 Hektar je Megawatt Leistung (C.A.R.M.E.N. e.V., Stand 22.09.2025). Jede Kilowattstunde Solarstrom vermeidet nach Berechnung des Umweltbundesamts rund 685 Gramm CO₂-Äquivalent (Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger 2024).

Für Ihre Kirchengemeinde

Das Land bleibt Eigentum der Gemeinde: Es wird verpachtet, nicht verkauft. Die KEGW prüft Lage, Netzanschluss und Naturschutz und macht Ihnen ein Pachtangebot für Ihre Fläche.